Gudrun Kemsa

„Choreographien“
24. Januar 2006 – 5.März 2006
Die Arbeiten von Gudrun Kemsa sind photographische Bilder und Video-Installationen; es sind Werke zu Raum und Zeit, zu Bewegung. Meist gilt ihr fotografischer Blick architektonischen Situationen, in denen die Düsseldorferin den Wandel der Lichtverhältnisse dokumentiert, den Verlauf von Zeit. Menschen erscheinen bei ihr erst in jüngerer Zeit, erscheinen wie Statisten, wie Träger jener Bewegungsabläufe, an denen wir Raum und Zeit oft erst bemessen können.
In der im Kunstverein Leverkusen vorgestellten Reihe„Choreographien“ finden sich Menschen vor einem sich kaum verändernden Hintergrund, haben Einzelne, haben Gruppen ihre Auftritte und Abgänge an einem nicht klar identifizierbaren Ort. Nicht für die Kamera inszeniert, nur von ihr erfasst in jenem flüchtigen Moment der Bewegung, der sowohl das soeben Vergangene als auch das unmittelbar Folgende in sich birgt, ohne Fragen nach dem Woher und Wohin zu beantworten. Zu „Choreographieren“ werden diese wie zufällig anmutenden Momente erst im fotografischen Ausschnitt.

