Qi-Yang

03.09. bis 10.10.2010 - „Im Westen liegt der Osten“
Wie sollen und wie können wir einem Künstler begegnen, der zwei so verschiedene Kulturen wie die chinesische und die deutsche in sich vereint und daraus sein Repertoire schöpft? Indem wir uns das jeweils Fremde als das Eigentliche, als das Charakteristische herausstellen und damit eine Distanz schaffen, die uns das genaue Hinsehen, das die eigene Position reflektierende erspart?
So leicht macht es uns Qi Yang nicht, weder in seiner Malerei oder Tuschzeichnung, noch in seinen Installationen, Objekten und Filmen. Vielmehr ist es der ständige, sich bildhaft artikulierende Perspektivenwechsel, der die Arbeiten des chinesisch-deutschen Künstlers prägt. „Für die zeitgenössische Malerei sind solche Prozesse besonders wichtig – von außerhalb Perspektiven aufzuzeigen und sich mit der Umwelt zu beschäftigen. Wenn ich nach China fahre, um dort zu arbeiten, denke ich oft an die Unterschiede in den Kulturen und Lebensweisen zwischen Europäern und Chinesen nach. Diese Unterschiede lassen sich fruchtbar und kreativ nutzen. Die Freiheit zu haben, zwischen diesen beiden Kulturen zu wechseln, ist eine sehr wichtige Quelle für meine Projekte und arbeiten“, so Qi Yang in einem Interview mit Beate Reifenscheid 2009 in Koblenz.










