Mädchenkram – erotische Handarbeit

15.06. bis 15.07.2012 - Ein Garten der Lüste mit Häkelarbeiten von A. Pritschow und D. Collignon
Die Kölner Künstlerin Andrea Pritschow (*1971) hat jahrelang ausschliesslich Penisse gehäkelt. In neuerer Zeit kreiert sie zudem großformatige Objekte, die an abstrakte Pflanzenformationen erinnern und meist erst durch die Fantasie des Betrachters erotisiert werden. Pritschows prallgefüllten Häkelpenisse gibt es in verschiedenen Größen und Mustern. Das Ikon der Männlichkeit schlechthin wird durch die bunten Farben und das weiche Material von seinem Sockel gestoßen. Jedoch mit einem zwinkernden Auge. Pritschow spielt vielmehr auf den Umgang mit Erotik und Sexualität im Allgemeinen in Gesellschaft und Kunstszene an, als dass sie die Männer entmannen wollte.

Es gibt neben der Rotterdamer Künstlerin Denise Collignon (*1981) wenige Künstler, die neben kommerziellen und angewandten Arbeiten Skulpturen für Galerien und Museen schaffen. Collignon schöpft aus ihren reichhaltigen künstlerischen Erfahrungen und recherchiert für ihre Projekte eindringlich neue Themen und Materialien. So hat sie sich für die Ausstellung Mädchenkram von Kopfschmucken von Naturvölkern inspirieren lassen, die mit verschiedenen Pflanzenteilen, Samen und auch Federn ihre Götter um Fruchtbarkeit und körperliches Wohlbefinden bitten.
Die anorganischen Objekte Pritschows und die organischen Skulpturen Collignons bilden einen einzigartigen Garten der Lüste. Oft kann die Fantasie gar nicht so weit reichen, wie die Natur es vorgibt.

Ausstellungsdauer: 15. Juni – 15. Juli 2012